Die Geschichte

Die Geschichte des Hafens „WV Hertha“ begann in den 60er Jahren. Alles fing damit an, dass sich das Gebiet unseres jetzigen Hafens als Liegeplatz anbot, um von hier die angrenzenden Baggerseen zu befahren. So dauerte es nicht lange, dass sich Bootseigner an den Ufern schöne Liegeplatz sicherten. Als es immer mehr wurden, beschloss man sich zu vereinigen. Im Sommer 1971 wurden dann die vielen Worte in die Tat umgesetzt und man gründete am 24. Dezember desselben Jahres den „WV Hertha“. Am 28.01.1972 erlangte der Verein, gemäß königlichem Beschluss, einen offiziellen Status.

Im Hafen „De Rosslag“ waren auch deutsche Wassersportler aktiv, die überwiegend aus den grenznahen Städten und Gemeinden kamen. Auch sie hatten sich zwischenzeitlich vereinigt und gründeten die „Wassersportvereinigung Wassenberg und Jülich“, die sich jedoch einige Jahre später dem „WV Hertha“ anschlossen. 20 Mitglieder zählte der Verein nun. Mitte 1981 erhielt der Verein die Zustimmung vom Eigentümer des Geländes, der „Aqua Terra/Stichting Maasplaasen“, an dieser Stelle einen Hafen zu bauen, der sich später über eine Länge von 100 Meter erstrecken sollte. Zu Anfang war man gezwungen zu improvieren, so wurden ausgemusterte Pontons zu Steigern und ein altes angekauftes Wohnboot diente als Clubhaus, das auf den Namen „De Ark“ umgetauft wurde.

 

Eine Weile dienten Bauwagen als Unterkunft. Doch schon bald konnte man ein nagelneues Clubhaus einweihen, das auf den Namen „De Spil“ getauft wurde. Dieses Vereinshaus musste beweglich sein, damit es sich auch in den Wintermonaten dem Wasserstand der Maas anpassen konnte. Kurze Zeit nach der Einweihungsfeier, am Weihnachtsabend 1993, ereilte ein schlimmes Hochwasser die umliegenden Dörfer mit schlimmen Folgen. Damit unser Hafen durch die heftigen Stürme und das einsetzende Hochwasser nicht abtrieb, wurde fieberhaft gearbeitet. Das Hochwasser nahm solch bedrohliche Formen an, dass einige Steiger sogar über die Pfahlbefestigungen getrieben wurden. Durch montierte Verlängerungen auf den Pfählen wurde der Hafen gerettet. Diese Maßnahmen konnten nur deshalb erfolgreich umgesetzt werden, weil damals wahrlich Übermenschliches geleistet wurde. Mitte 2000 wurde die „Spil“ um eine neue Sanitäranlage erweitert.

Die Wassersportvereinigung Hertha zählt heute rd. 100 Liegeplätze mit eben so vielen Mitgliedern. Das Verhältnis von Segelbooten zu Motorbooten liegt ungefähr bei 60:40. Der Anteil deutscher Mitglieder liegt ungefähr bei der Hälfte. Der Verein organisiert jährlich zahlreiche Regatten für eigene Mitglieder und befreundete Segelsportler. Einmal jährlich findet die „Pinksterralley“ statt, an der auch Motorbootfahrer teilnehmen können.